Machbarkeitsstudie: Die Machbarkeitsstudie ist eine objektive Überprüfung der verfügbaren Entwicklungsoptionen. Es enthält Erkenntnisse, Analysen und Schlussfolgerungen aus den Visions- und Scoping-Übungen für einen bestimmten Standort oder ein innerstädtisches Gebiet. Sie gibt an, ob der gewählte Standort für die beabsichtigte Funktion geeignet ist, wobei die finanziellen, sozialen und ökologischen Aspekte jedes Vorschlags zu berücksichtigen sind. Viele umfassende Masterpläne beginnen mit einer Machbarkeitsstudie, um den geografischen, ökologischen und historischen Kontext des Standorts zu verstehen. Dieser Prozess baut auf den während der Scoping-Phase gesammelten Informationen und Analysen auf. Alle Hintergrundberichte, die als notwendig erachtet werden (d. h. Hydrologie, Umwelt, kulturelles Erbe, Verkehr usw.), sollten in dieser Phase ebenfalls in Auftrag gegeben werden, um den Masterplanungsprozess zu informieren (Blackmore 1990). Da dieser tiefgreifende Stadtentwicklungsprozess (der nun mehr als fünf Jahre andauert) auf eine Bürgerinitiative zurückgeht, ist der partizipative Ansatz ein Kernstück des Prozesses. Bürger und kommunale Akteure waren gleichermaßen in einem Lenkungsausschuss vertreten, ebenso wie Experten aus unterschiedlichen Disziplinen. Das recht erschöpfende Unterfangen umfasste mehr als 45 Sitzungen im Lenkungsausschuss und etwa 50 Sitzungen in sektoralen Arbeitsgruppen. Umso überraschender war es, dass die Fluktuation unter den Beteiligten recht gering war. Alle Teilnehmer, die sich freiwillig für das Projekt über einen so langen Zeitraum engagierten, haben viel mehr Zeit und Mühe für das Projekt aufgewendet, als ihre regelmäßige Verpflichtung erforderlich gewesen wäre.

Es ist mehr als nur ein fallbezogenes partizipatives Unterfangen, sondern legte den Grundstein für ein langfristiges städtisches Co-Management. Der Prozess kann durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe geprägt sein, die Kreativität und intensive soziale Lernprozesse ermöglicht. Mit der Umsetzung der Satzung für Bürgerbeteiligung und einem langfristigen Lenkungsausschuss als Beirat für den Stadtrat hat sich die Stadt für das künftige städtische Mitmanagement eingesetzt. In vielen Regionen des Südostens unterstützt die staatliche Politik die Stadtentwicklung, die mit dem Geschmack und dem Konsum der Eliten vereinbar ist, was sozioökonomische Ungleichheiten fördert und es so ermöglicht, das globale Finanzkapital zu formen (Watson 2012). Diese “Privatisierung” der Planung, wie Shatkin (2011) es nennt, durch Megaprojekte neigt dazu, die öffentliche Verwaltung des städtischen Raums zu untergraben und die lokale Autorität durch private Governance zu ersetzen. Jüngste Forschungen zu Megaprojekten in Städten des Südens (Kennedy et al.